Minecraft als Simcity

CrossMedia Tour DresdenDu kennst Minecraft? Du kennst Simcity? Wir vereinen beides und entwerfen Dresden einfach neu!
Dazu werden wir als Team die Ideen für unser Dresden in Minecraft errichten, einen 3D-Drucker ausprobieren und in der Stadtbauwerkstadt unserem Stadtbild den letzten Schliff verpassen. Zur Inspiration besuchen wir gemeinsam die Ausstellung „Das neue Deutschland. Von Migration und Vielfalt“ im Hygiene-Museum Dresden und erkunden anschließend bei einem Stadtspaziergang unsere „Baugrundstücke“.
Wie können wir das Stadtgebiet für Kinder und Jugendliche spannender gestalten? Braucht es mehr Halfpipes, Schwimmbäder oder Einkaufszentren? Wenn ihr den Großen zeigen wollt, wie Dresden in euren Augen aussehen soll, seid ihr hier genau richtig.

Wer: Medienkulturzentrum Dresden und Deutsches Hygiene-Museum Dresden5 Punkte
Wo: Deutsches Hygiene-Museum Dresden, Lingnerplatz 1, 01069 Dresden
Wann: 4.-7.8.2014, 10 bis 15 Uhr
Altersempfehlung: Kinder und Jugendliche im Alter von 12 bis 16 Jahren

 

Dokumentation

Kleine Architekten planten ihr Dresden

Ein Kurs der speziellen Art fand im Rahmen der der CrossMedia Tour statt. Ein Kurs zum Thema Stadtentwicklung – umgesetzt mit Planungsphasen, Minecraft und Modellbauplatten, förderte kreative Einfälle der Dresdner Jugend zutage. Langeweile war ein Fremdwort in diesem Workshop. Denn es warteten stets neue und kreative Aufgaben auf die 12 Teilnehmer.

Montag

Nachdem wir uns gegenseitig auf vorgestellt hatten woher wir kamen und was wir in der Stadt am liebsten machen, besuchten wir gemeinsam die Ausstellung
„Neues Deutschland – von Migration und Vielfalt“ im Deutschen Hygiene -Museum Dresden.
Mit der Aufgabe herauszufinden, welche öffentlichen Bauten und Schauplätze eine Stadt braucht, starteten wir ins Thema Stadtplanung.

In der Stadtbauwerkstatt des Hygiene-Museums, welche in Kooperation mit der Professur für Städtebau der TU Dresden entwickelt wurde, wurden die zur Bebauung stehenden Innenstadtparzellen an die meistbietenden 2er Teams vergeben. Die Teams machten sich mit ihren neuen Grundstücken vertraut und übertrugen die Umrisse ihrer Parzellen in einen Dresdner Stadtplan ein.
Ausgerüstet mit iPad, Stadtplan, Regenschirm und festem, Schuhwerk machten sich die Teams dann auf einer Ortsbegehung auf die Suche nach den besonderen Gegebenheiten ihrer Parzellen. Welche Gebäude sind bereits vorhanden? Wie werden diese genutzt? Gibt es Brachflächen? Wie sieht die Verkehrsführung aus?
Alles Besonderheiten wurde mit dem iPad dokumentiert und erste Ideen zur Umgestaltung gesammelt.

Wieder in der Stadtwerkstatt angekommen, stellten die Teams ihre Fundstücke und erste Ideen vor.

Dienstag

Beim Bauherrenstammtisch am Dienstag Morgen wurden vom eingeladenen Experten, dem Architekten Felix Liebig, die Grundlagen der Stadtentwicklung vorgestellt und erklärt, wie Planungsprozesse bei den zuständigen Behörden der Stadt Dresden ablaufen. Mit diesem Wissen übertrugen die Teams ihre ersten Ideen mit Stift und Butterbrotpapier auf ihre Parzellen – Platten.
Es entstanden erste Entwürfe von Freizeitparks, Baumhäusern, Schwimmbädern, Krankenhäusern und der Frauenkirche.
Immer wieder kamen die verschiedenen Teams zusammen um sich gegenseitig ihre Ideen vorzustellen und angrenzende Parzellen miteinander abzustimmen.
Nach der Mittagspause ging es dann endlich los! Die jungen Architekten konnten endlich ihre Ideen in die virtuelle Welt übertragen und anhand der Legobausteinähnlichen Welt von Minecraft euphorisch und akribisch zu einem großen Modell zusammenfügen.

Mittwoch

Dieser Tag stand unter dem Motto eines Multimedia-Konstruktions-Zusammentreffens. Zum Glück hatten die Teilnehmer die umfangreichen Möglichkeiten der Stadtbauwerkstatt zur Verfügung. Mit Materialien wie Styrodur, Holz und Kunstoffen wurde die virtuelle Welt von Minecraft auf die realen Modellbauplatten übertragen. Der Höhepunkt des Tages war, als einzelne Objekte aus der Minecraft- Welt mit dem 3D- Drucker ausgedruckt werden könnten. Mit dem Programm Mineways konnte denkbar einfach das 3D- Modell für den Drucker vorbereitet werden. So kamen die Blöcke der virtuellen Welt Maßstabsgetreu und farbenfroh auf die Modellbauplatten der Stadtbauwerkstatt.

Donnerstag

Am letzten Tag wurde nochmal der Turbo angeschalten. Den Modellen wurde der letzte Schliff verpasst und dann ging es wieder raus – an den Ort der Inspiration. Ausgestattet mit dem iPad und den Modellen wurden Team- Selfis vor dem Hintergrund der realen Parzellen gemacht und so die entwickelten Utopien in die reale Welt transformiert.
Mit Spiegelreflexkamera und Studiobeleuchtung wurden die Modelle dann in der Stadtwerkstatt professionell in Szene gesetzt.
Den Abschluss des Workshops bildete das letzte Projektgutachten vor geladenen Besuchern. Dabei stellten die Teams  den Entstehungsprozess ihrer Idee und die Ergebnisse vor.

Ergebnisse

Team 1

Team 2

 Team 3

 Team 4

Team 5

So und so sieht die Entstehung eines Freizeitparks im Zeitraffer aus: