urbanofeel Mine Kiez promoWem gehört unser Kiez?

Ihr erkundet besondere Orte im Kiez der Dresdner Johannstadt. In einer Ideenwerkstatt entwickelt Ihr Entwürfe für dessen Umgestaltung. Eure Ideen baut Ihr im Minecraft, ladet sie im Web hoch und druckt sie auf dem 3D-Drucker aus. Als geschulte Kiezbaumeister habt Ihr sogar die Chance, mit Eurem Minecraft-Movie an einem Film-Wettbewerb der Wissenschaftsstadt mit coolen Preisen teilzunehmen.

Mine Kiez oder Dein Kiez?7 Punkte

Wer: urbanofeel GbR

Wo: Johannstädter Kulturtreff e.V.
Elisenstraße 35, 01307 Dresden-Johannstadt

Wann: Vom 12. bis 16. Oktober 2015 (erste Herbstferienwoche)
täglich von 10 bis 16 Uhr.

Altersempfehlung: 10 bis 14 Jahre

Du möchtest am Workshop teilnehmen? Hier kannst du dich anmelden.


Logo-mittelDer Kurs wird ermöglicht durch die „Ich kann was!“-Initiative der Deutschen Telekom. Sie unterstützt soziale Projekte, in denen Kinder und Jugendliche ihre individuellen Talente erfahren und Kompetenzen ausbauen können.


Das war MineKiez 2016

Fotos*: TeilnehmerInnen & Dozent = Chris, Daniel, (Duncan), Edgar S., Edgar W., Henry, Jamiro, Julian, Kolja, Luca, Luis, Oleg, (Pascal, Paula), Roman, Shoyun & Felix

Der Ferienkurs „MineKiez“ fand vom 12. bis 16. Oktober 2015 jeweils von 9:00 bis 16:00 Uhr im Johannstädter Kulturtreff e.V. in der Elisenstraße 35 in 01307 Dresden im Rahmen der → CrossMedia Tour Dresden 2015.

Gleich 13 Kiezbaumeister, äh Jugendliche von 9 bis 13 Jahren, am Montag sogar 15 (in Klammern), haben analog und digital ihre Ideenentwürfe für denBönischplatz (OSM) gebaut. Sechs Jugendliche kamen direkt aus der Johannstadt.

Klar, es herrschte bei dieser Teilnehmerzahl unterschiedlich starker Einsatz im Kurs, z.T. aber brachten die jungen Menschen sogar eigene Geräte zur Produktion mit (Tablets, Mobiltelefone, Laptops) und auf allen kann man heute mit Minecraft arbeiten. Und das heißt nicht nur Zocken, äh Spielen, sondern im Kreativmodus auch an seiner eigenen Stadt bauen und damit zur Gestaltung und Entwicklung beitragen.

Am Tag 1 ging es deshalb erstmal darum, den Ort – also den Bönischplatz und das „Goldene WC“ – und uns – also uns – kennenzulernen, Fotos und ein paar Fingerübungen für den Kurs aufzunehmen. Noch kein Minecraft, kein Zocken. Wir haben Mental Maps gezeichnet, wie wir uns die Johannstadt im Netz unserer stadtweiten Freunde, Familie, Freizeitplätze vorstellen, und Entwurfs-Collagen vom Bönischplatz angefertigt. Zusätzlich haben wir ein wenig mit Bausteinen experimentiert und uns intensiv über Materialien / Textures Gedanken gemacht. Wie in anderen Kursen auch, war ein Padlet Ausgangs- und Zielort für Informationen zum Kurs, u.a. auch echte Häuser aus riesigen 3D-Druckern.

Am Tag 2 haben wir dann den digitalen Bönischplatz im Minecraft gebaut. Das geschah mit Wenzels Hilfe, der gerade Praktikant beim Medienkulturzentrum ist, seine eigenen Minecraft-Zock-Zeiten noch gut erinnern kann und uns an drei Tagen wunderbar mit der Stadtbauidee unterstützt hat. Damit konnten wir auch die ersten Hürden in der Bedienung und Vernetzung überwinden und in Gruppen richtig digital losbauen. Ich selbst wurde aufgeklärt, dass Minecraft eben kein „digitales Lego“ sei. O.k.!

Am Tag 3 gingen wir dazu über, digitale Ideenentwürfe in den nun vorhandenen Bönischplätzen zu entwickeln. Was fehlt Euch denn? Was könnt Ihr Euch noch vorstellen? Was müsste es da geben?

Die Stadt gehört uns!

Zumindest im Minecraft. Je nach Laune wurde gebaut und parallel auch ausgiebig gezockt, nach und nach entstanden teils wunderbar detaillierte Raumgebilde für den Bönischplatz. Für die späteren 3D-Modelle aus Pappe habe ich eine kleine Kulisse gebaut.

Am Tag 4 fingen wir an, die Entwürfe mit Maik vom Fablab Dresden in 3D zu drucken und weiterzuentwickeln. Nach ersten kleineren Unglücken beim 3D-Druck spielten wir und die Drucker uns ein und der Stick mit den Exportdaten der Entwürfe, die aus Minecraft mit der App Mineways gewonnen werden können, ging eifrig von Hand zu Hand. Natürlich hatte Mike einen Koffer voller toller Beispiele dabei!

Am Tag 5 ging alles ums Weiterdrucken. Ein Minecrafter hat eine Film-Collage (vimeo) aus Screenshots auf seiner Bönischplatz-Welt erstellt**. Schließlich sind 22 verrschiedene Modelle mit sehr hohem Variantenreichtum entstanden: Eisstand, Bäckerei „Kuchenfestung“, Gamesshop, Springbrunnen, Hochhaus, Haus, Rutsche, Sonnenschirme, Sandkiste, Blumenladen, Flugzeug, Kirche, Mülltonnenskulptur, Tisch & Bank, Einstiegsbauwerk, Bus, Baum & Bank, … In der abschließenden Präsentation der Welten lieferten die Kiezbaumeister teils sehr detailierte Vorstellungen von der Gestaltung ihres Bönischplatz!

Die Teilnahme amMinecraft-Wettbewerb der Zukunftsstadt war bei zwei Teams aussichtsreich, bei einem wegen der Gestaltungstiefe und Motivation sogar sehr wahrscheinlich. Am 30.10. ist Abgabe; ich bin gespannt auf den Stichtag am 7.12.!

Vielen Dank an den Kulturtreff für die Gastfreundschaft!

Für alle Ergebnisse gibt es auf jeden Fall eine Ausstellung beim Medienfestival in den Technischen Sammlungen auf der Junghansstraße 1-3 in 01277 Dresden am 15. November 2015 von 10 bis 18 Uhr.

Ideen für eine Fortsetzung gibt es auch schon: Der Kurs soll vorr. mit Spezialisierung zum Texturepacks-Selbst-Bauen im Winter oder Sommer 2016 erneut im Rahmen der CrossMedia Tour und im Johannstädter Kulturtreff e.V. stattfinden. Genaue Infos dazu zeitnah auf dieser Website…

* Es sind aus Bildrechtsgründen nur einige der Teilnehmer auf den Fotos zu sehen.