Dresden Noises

SchnittKlänge, Geräusche, Krach. Du lernst den akustischen Stadtraum näher kennen, zeichnest Stadtgeräusche auf und kombinierst deinen Sound von Dresden. Du schulst mit Hörübungen deinen Gehörsinn und spazierst danach bewusst hörend durch die Umgebung. Du zeichnest dabei die hörbaren Geräusche mit einem Fieldrecorder auf und erschließt dir den Klang Deiner Stadt. Das aufgenommene Material wertest du mit der Gruppe aus. Anschließend erarbeitest du daraus in einem Tonschnittprogramm einzeln oder in Gruppen eine Soundcollage. Dabei bekommst du Tipps zu dokumentarischen als auch kompositorischen Gesichtspunkten. Die fertigen Soundcollagen präsentierst du im Web und nimmst sie mit nach Hause.

Wer: urbanofeel GbR5 Punkte
Wo: Club Eule, Marschnerstr. 33, 01307 Dresden
Wann:  10.-13.8.2015, jeweils 13-17 Uhr
Altersempfehlung: Für Kinder und Jugendliche von 10 bis 14 Jahren

 


So war Dresden Noises

 

Der Audiokurs „Dresden Noises“ im Rahmen der CrossMedia Tour 2015 lief vom 10. bis 13. August 2015 von 13 – 17 Uhr im Jugendhaus Club Eule“. Vier Jungen im Alter zwischen 10 und 14 Jahren nahmen an diesem Kurs teil.

Wir trafen uns am ersten Tag, sprachen über den Kurs und befassten uns mit den Eigenschaften und der Darstellung von Schallwellen. Danach erkundeten wir die Audiotechnik, die Field Recorder DR-05 und DR-40 von TASCAM, ein Richtrohrmikrofon Rode-NTG 3 und alles nötige Zubehör.

Als kleine Vorbereitung auf die nächsten Tage hörten wir uns in den Räumen der Eule um und begannen mit Aufnahmen der entdeckten Geräusche. Danach ging es sowohl in 2-Mann-Teams, aber auch allein raus um Geräusche sammeln. Dabei bildeten die Straßen die Grenzen unseres Sammelgebietes.

Draußen war es sehr heiß, dafür war es in der Eule angenehm kühl und leise, wir hatten dort eine optimale Arbeitsatmosphäre. Alle gesammelten Geräusche hörten wir uns immer zusammen an, zwischendurch war viel Zeit, die Themen Klanglandschaften, Gehör und Recording von allen Seiten zu beleuchten. Durch die Aufnahmen hatten wir viele praktische Beispiele.

Ähnlich verlief Tag 2, nur sammelten wir die Geräusche dann schon zielgerichteter. Ziel des Kurses war es ja, eine musikalische Collage aus den Umweltklängen, eine Soundscape-Komposition, zu machen. Und so musste dann jeder für sich verschiedene melodiöse und rhythmische Klänge sammeln.

Am 3. Tag und 4. lag der Schwerpunkt auf der Bearbeitung am Computer, nach einer einstimmenden Konzentrationsübung gingen wir individuell an den Schnitt. Wir arbeiteten mit der freie Audiosoftware Audacity, und lernten dort neben den Grundfunktionen für den Schnitt auch Effekte kennen. Die Teilnehmer entwickelten aus Ideen des Vortages eigene Konzepte für ihr Hörstück und arbeiteten fleißig an ihrer Umsetzung. Ich war sehr überrascht über die Ideen, insbesondere als ich in zwei Kompositionen meine eigene Stimme entdeckte.

Auch beim Schnitt hörten wir uns die Hörstücke in verschiedenen Stadien zusammen an. Zwei Teilnehmer gingen noch einmal Geräusche sammeln, die sie verwenden wollten und die ihnen noch fehlten.

Bei der Audiobearbeitung am Computer ließen sich, vor allem durch die Visualisierung der Schallwellen, bestimmte Zusammenhänge ebenfalls gut erklären. Alle Teilnehmer waren sehr aufmerksam und interessiert, fleißig und geduldig.

Es war eine gute Idee der Eule-Mitarbeiter uns den Kickerball dazulassen, so beschlossen wir jeden Tag mit einer gemeinsamen Kickerpartie.