Bildbearbeitung

star_wars-the_magnus_wars_kleinDu verfremdest Fotos mit Techniken, die das freie Bildbearbeitungsprogramm GIMP bietet und lernst unter anderem wie Werbegrafiker Fotos von menschlichen Körpern bearbeiten, wie allerlei weg- und dazugemogelt wird und wie man kreativ mit diesen Techniken umgehen und dabei richtig dick auftragen kann: Du lernst Flügel, Schmuck oder zusätzliche Gliedmaßen anzubauen, Zwillinge oder Drillinge zu konstruieren oder einen Cyborg mit utopischen Technikfeatures aus dir zu machen, dein Abbild in Fabeltiere, Puppen oder Avatare zu verwandeln… Oder du entwickelst tolle Muster und Mandalas. Deiner Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Wenn du magst, bring Fotos von dir in hoher Auflösung (ab 300 dpi) mit! Du lernst aber auch im Kurs, digital zu fotografieren.

 

Wer: riesa efau. Kultur Forum Dresden7 Punkte
Wo: riesa efau. Kulturforum Dresden, Adlergasse 14, 01067 Dresden
Wann:  20.-23.10.2015, jeweils 10-15 Uhr
Altersempfehlung: Für Kinder und Jugendliche ab 10 Jahren

Und so war Bildbearbeitung 2015

  • Am ersten Tag haben wir das analoge Collagieren praktiziert. Antje legte einen Stapel altes (Zeitungs-)Papier, Scheren, Stifte und Leim auf den großen Tisch, und alle collagierten fantastische Figuren. Beim Zerschneiden der Sächsischen Zeitung kamen tagespolitische Themen auf, die auch noch geklärt werden mussten – soweit das das überhaupt möglich war. Zwischendrin gings raus in den öffentlichen Raum, um sich dort nach bildender Kunst an großen Wänden, nach Streetart und nach Plastiken umzuschauen.
  • Am zweiten Tag haben wir ein Video über Entstehung und Retusche eines Werbefotos angeschaut. Eine Frau wurde geschminkt, frisiert, fotografiert, mit Photoshop bearbeitet. Sie sah auf der Werbetafel ganz anders aus als in der Realität. Damit wurden die manipulativen Möglichkeiten von Grafikdesign in Werbung, PR und Presse offenbar. Antje beleuchtete dabei Aspekte von Rassismus und Sexismus, z.B. wenn eine Familie von einer friedlichen Straße in eine kriegszerstörte Ruinenlandschaft hineinkopiert wird oder ein indisches Model bzw. eine us-amerikanische Sängerin auf dem Titelblatt einer Zeitschrift plötzlich viel hellere Haut haben als in echt. Dort wurde klar, dass die Kenntnisse in Bildbearbeitung auch Verantwortung über den Umgang mit Bildern und damit Informationen bedeuten.
  • Wir haben retuschierte vorher-nachher-Bilder von Promis angeschaut, die zeigen, dass die Leute in echt schon ziemlich gut aussehen, aber durch die Retusche bekommt ihr Aussehen eine unreale Perfektion.
  • Außerdem haben wir Fotos angesehen, bei denen Grafiker_innen Fehler gemacht haben, die darauf hinweisen, wie Profis in dem Bereich arbeiten: Frauen und auch Männer werden dünner gemacht, Augen größer, Körperteile werden nach Bedarf „angebaut“. Alle Kids haben diese Fehler super erkannt und wissen nun: Auch die Werbung für teure Modemarken sieht manchmal ganz schön daneben aus.
  • Danach ging’s an die Praxis: Die Grundlagen und viele wichtige Werkzeuge von Gimp wurden vorgestellt. Die Kids lernten viel über das Importieren von Fotos, Ebenen, Ebenenmasken und das Ausschneiden bzw. Freistellen mit Zauberstab und Ebenenmasken, weiterhin Skalieren, Verschieben, Umgang mit Farben, Malen mit unterschiedlichen Pinseln u.a.
  • Währenddessen flocht Antje immer mal wieder Aspekte des „Rechts am eigenen Bild ein“ und des Urheber- bzw. Nutzungsrechts ein. Sie stellte Wikimedia Commons als gute Quelle für Bildbarbeitung sowie die Creative-Commons-Lizenzen vor.
  • Am dritten Tag haben wir eine ganze Reihe inspirierender und witziger Collagen Art angeschaut. Antje zeigte ein Gimp-Tutorial als Video, das beschreibt, wie man ein Foto von sich selbst zum Avatar umwandelt. Dann erläuterte sie, wie man mit Farben umgehen kann, mit dem Klonen-Werkzeug retuschiert, wie man Fotos mit Helligkeit und Kontrast verbessern kann, wie man mit dem Filter IWarp Körperteile schrumpfen und aufblasen kann und letztendlich wie man Bilder exportiert.

Am vierten Tag:

  • Antje wies nochmal auf die Bildrechte hin, erklärte ganz oft das Exportieren und warum das wichtig ist, zeigte einigen den Umgang mit Text, erläuterte diverse Filter. Interessant war das Selbstherstellen von von Pinseln bzw. das Suchen, Finden und Herunterladen von Gimp-Pinselbibliotheken aus dem Internet.
  • Die letzten Bilder wurden fertiggestellt.
  • Am Ende stellten alle ihre Bilder vor, es wurde diskutiert, welche in die Ausstellung kommen und warum, und es wurde erneut von allen wertschätzende Kunstkritik geübt.